»Deutschland besuchen wir am meisten auf der Tour.«

Marcus & Martinus im Interview über ihre anstehende Europatour und worauf sie sich besonders freuen.

Interview Johanna Winter 
Foto Max Saeling 

Interview Johanna Winter Foto Max Saeling 

2026 geht ihr auf Tour. Worauf freut ihr euch am meisten?
MARCUS: Ich freue mich darauf, endlich loszulegen und den Leuten unsere Show zu zeigen, an der wir ziemlich lange gearbeitet haben. Deutschland ist das Land, das wir am meisten besuchen auf der Europatour. Das wird richtig cool!

Gibt’s einen bestimmten Grund, warum gerade Deutschland?
MARTINUS: Wir lieben Deutschland!

MARCUS: Wir haben inzwischen super viele Fans hier, was echt toll ist. Wir touren nach München, Berlin, Frankfurt, Oberhausen und Hamburg. Fünf Städte – ich kann’s kaum erwarten!

Habt ihr bestimmte Dinge, die ihr auf Tour macht, um runterzukommen, damit ihr nicht zu gestresst seid?
MARTINUS: Mir hilft es total, dass wir einfach mit unseren Freunden auf Tour sind – also unsere Crew. Wir verstehen uns richtig gut mit der Band, den Tänzern und allen Beteiligten. Das fühlt sich wie eine große Familie an.

Kommt ihr unterwegs auch dazu, ein bisschen was von den Städten zu sehen?
MARCUS: Wir würden gerne, aber es ist echt schwierig, weil wir jeden Tag in einer anderen Stadt sind.

MARTINUS: Wir haben zwei freie Tage während der anderthalb Monate.

MARCUS: Ich glaube, etwas mehr, aber wir haben ungefähr 30 Shows in etwas mehr als einem Monat. Das ist alles ziemlich eng getaktet. Aber hin und wieder haben wir frei und dann versuchen wir, uns ein bisschen was anzuschauen.

Fahrt ihr an freien Tagen auch mal nach Hause?
MARCUS & MARTINUS: Nein, das geht nicht.

MARTINUS: Zwischen Paris und Madrid haben wir zum Beispiel einen Tag frei, aber da kann man ja nicht nach Hause. 

MARCUS: Oh, wir haben einen freien Tag in Madrid?

MARTINUS: Vielleicht. Es kann aber sein, dass wir an dem Tag von einem Ort zum anderen fahren. 

Ist eure Familie mit dabei oder macht ihr das komplett allein?
MARTINUS: Manchmal kommt unser Vater mit, weil er uns schon immer begleitet hat. Aber jetzt hat er ja auch noch eine Tochter und muss mit ihr natürlich auch Zeit verbringen. Deshalb kommt er nicht die ganze Tour mit, aber er besucht uns ab und zu.

Wie ist das, wenn jeder von euch auf Tour mal Zeit für sich braucht? Bekommt ihr die?
MARCUS: Die hat man eigentlich nicht auf Tour.

MARTINUS: Bei manchen Shows haben wir große Backstage-Bereiche und separate Räume. Manchmal ist Marcus backstage und ich chille im Bus. So machen wir das dann.

Ihr braucht also schon manchmal Zeit getrennt voneinander.
MARTINUS: Ja, wir brauchen unsere „soziale Batterie“ zwar nicht beim anderen auf, aber manchmal brauchen wir schon mal unsere Ruhe.

MARCUS: Früher haben wir uns immer zusammen warmgesungen – jetzt machen wir das getrennt.

MARTINUS: Das klingt jetzt so, als würden wir uns nicht mehr mögen.

MARCUS: Wie ein geschiedenes Paar. So ist das Leben.

Gibt’s einen konkreten Grund dafür?
MARTINUS: Wir haben einfach unterschiedliche Routinen, die zu unseren Stimmen passen.

Wer braucht länger, um sich auf eine Show vorzubereiten?
MARCUS: Du brauchst zwar länger, aber ich nehme mir mehr Zeit.

Seid ihr sehr … ach nein, die Frage stelle ich nicht.
MARCUS: Doch, frag! Warum nicht?

MARTINUS: Vielleicht ist das eine Icebreaker-Frage.

MARCUS: Ja, vielleicht geht das viral.

Okay, wenn du ans Viralgehen denkst – ist das etwas, über das ihr euch viele Gedanken macht?
MARTINUS: Nicht ständig. Aber klar, wenn man ein TikTok Video postet, hofft man auf gute Views. Und wenn man einen Song herausbringt, hofft man auf gute Zahlen. Also wir machen uns die Gedanken, aber nicht in dem Sinne, dass wir denken: „Ich hoffe, dass das Video jetzt viral geht.“

MARCUS: Ich finde, heutzutage geht’s viel zu sehr um Zahlen und Statistiken – und leider denkt man viel zu viel darüber nach.

Grenzt euch das in der Kreativität ein?
MARCUS: Nein, aber wir denken schon mehr darüber nach, als wir sollten.

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Das Interview mit Marcus & Martinus ist Teil der Epaper Ausgabe #7.

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